Auf dieser Seite beantworten wir Fragen zu den häufigsten therapeutischen Verfahren. Fragen zu kongenitalen Nävi im Allgemeinen finden Sie im Abschnitt Naevi Allgemein. Einen deutschsprachigen Übersichtsartikel von Dr. Krengel, der auch Informationen zu Therapieverfahren enthält, finden Sie hier (CME-Artikel).

Was ist die beste Behandlung für einen großen kongenitalen Nävus?
Welche Therapieverfahren gibt es?
Was versteht man unter Exzision?
Was versteht man unter mehrzeitiger Exzision?
Welches ist der beste Zeitpunkt für eine Operation?
Helfen Hauttransplantate?
Welche Vor- und Nachteile hat im Reagenzglas angezüchtete Haut?
Was versteht man unter Dermabrasion und Kürettage?
Kann man eine Laserbehandlung durchführen?
Helfen Peelingbehandlungen?
Was sind Hautexpander?
Gibt es Nävi, die zu groß zum Entfernen sind?
Welche Therapiemöglichkeiten gibt es für einen Gesichtsnävus?
…für einen Kopfhautnävus?
…für einen Nävus im Genital- oder Analbereich?
…für einen Nävus am Arm oder am Bein?


Was ist die beste Behandlung für einen großen kongenitalen Nävus?
Man muss sagen, dass es eine ideale Behandlung noch nicht gibt. Auf jeden Fall muss die Therapie für jede Person individuell festgelegt werden, denn jeder Nävus ist etwas anders. Das jeweilige Vorgehen richtet sich z.B. nach Sitz und Größe des Nävus, Alter, Geschlecht, Wachstumsgeschwindigkeit und vielen weiteren Faktoren. Alle jetzigen Behandlungen haben auch mögliche Nachteile, und man muss sie sorgfältig abwägen, damit das Ergebnis hinterher nicht schlechter ist als vorher. Zum Beispiel muss bedacht werden, dass jeder chirurgischer Eingriff eine Narbe hinterlässt, die ebenfalls kosmetisch beeinträchtigend sein kann. Manchmal kann es besser sein, einen großen kongenitalen Nävus so zu lassen, wie er ist und lediglich genau zu beobachten.

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Welche Therapieverfahren gibt es?
Die einzige Möglichkeit, den kongenitalen Nävus zu beseitigen, ist eine chirurgische Entfernung (Exzision), die in der Regel in Narkose erfolgt. Bei großen Nävi können mehrere Operationen in Abständen von Monaten bis Jahren erforderlich sein. Für sehr große Nävi ist eine vollständige Entfernung unter Umständen nicht möglich. Daher entscheiden sich viele Patienten bzw. ihre Eltern statt einer Entfernung dafür, den Nävus genau beobachten zu lassen. Kleinere Nävi können relativ einfach operativ entfernt werden. Bei größeren Nävi muss die entfernte Haut aber durch andere Haut ersetzt werden. Dies kann durch eine Hautverpflanzung von einer anderen Körperstelle (Transplantation) oder durch eine Dehnung benachbarter Haut erfolgen. Zum Teil werden hierfür aufblasbare Expander verwendet, die bereits einige Zeit vor der Operation unter die Nachbarhaut eingesetzt werden, um diese allmählich vorzudehnen. Eine gewisse Aufhellung der Nävushaut kann durch eine im frühen Säuglingsalter erfolgende Schleifung oder mechanische Abschälung der obersten Hautschicht erreicht werden. Hierdurch lässt sich der Nävus aber nicht vollständig entfernen, da Nävuszellen in tieferen Hautschichten verbleiben. Laser oder chemische Schälmittel können allenfalls zu einer leichten Aufhellung führen. Eine genauere Übersicht über die Therapieverfahren gibt es in den folgenden Absätzen.

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Was versteht man unter Exzision?
Ein kleinerer Nävus kann in örtlicher Betäubung mit dem Skalpell herausgeschnitten und die Wundränder dann wieder miteinander vernäht werden. Dies bezeichnet man als Exzision. Es entsteht eine Narbe. Die entstehende Narbe besteht aus Bindegewebe, das sich in Farbe und Struktur von der normalen Haut unterscheidet. Narben können berührungs- und schmerzempfindlich sein oder zu überschießendem Wachstum (Wulstnarben, Keloide) neigen. Im Fall von Wulstnarben kann man versuchen, diese mit kortisonhaltigen Salben oder Injektionen wieder zum Schrumpfen zu bringen. Direkt nach einer Operation kann sich eine Narbe noch verändern, erst nach ca. einem Jahr hat sie ungefähr das Aussehen, das sie auch danach behalten wird.

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Was versteht man unter mehrzeitiger Exzision?
Bei größeren Nävi lässt sich die Haut nach einer Exzision nicht so weit dehnen, dass die Wundränder direkt miteinander vernäht werden können. In diesem Fall wird zunächst nur ein Teil des Nävus entfernt, so dass man die Wunde noch verschließen kann. Wenn diese Wunde dann verheilt ist, kann man nach ca. einem halben Jahr den nächsten Teil des Nävus entfernen. Bei Kindern ist die Haut so elastisch, dass sie sich auch mehren Exzisionen anpassen kann. Je nach Größe der Fläche werden Exzisionen in örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose durchgeführt. Bei entsprechender Erfahrung können mit dieser Methode auch bei großen Nävi sehr gute Ergebnisse erzielt werden (M-Riesenmuttermal).

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Welches ist der beste Zeitpunkt für eine Operation?
Für kongenitale Nävi bis zu einem Durchmesser von 10 cm wird häufig geraten, mit der Exision zu warten, bis das Kind alt genug ist, die Entscheidung selber mitzutreffen. Da solche Nävi nur sehr selten entarten (und praktisch nie vor der Pubertät) spielt diese Befürchtung keine Rolle für den Zeitpunkt der Therapie. Nur ein älteres Kind wird die schmerzhaften Einstiche bei einer örtlichen Betäubung tolerieren. Außerdem sind Maßnahmen wie Wundpflege und Verbandswechsel einem etwas älteren Kind leichter verständlich zu machen. Es kann aber z.B. bei einem kongenitalen Nävus im Gesicht durchaus gerechtfertigt sein, schon in der frühen Kindheit zu operieren, um dem Kind Hänseleien zu ersparen. Ein weiteres Argument für eine frühe Operation ist die bessere Wundheilung in jüngerem Alter.

Bei größeren kongenitalen Nävi wird (insbesondere wegen der besseren Wundheilung und höheren Elastizität der Haut, aber auch zur Verringerung des Entartungsrisikos) geraten, möglichst bereits in den ersten Lebensjahren zu behandeln. Die Kürettage (s. dort) lässt sich sogar nur in den ersten Lebenswochen erfolgreich durchführen. Andererseits besteht bei Operationen in Vollnarkose vor dem 7. Lebensmonat ein leicht erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen der Narkose.

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Helfen Hauttransplantate?
Es gibt zwei Arten von Hauttransplantaten. Vollhauttransplantate bestehen aus der kompletten Haut mit allen Schichten, die an einer wenig auffallenden Stelle herausgeschnitten wird. Diese können nur verwendet werden, um kleine Wunddefekte abzudecken, da man ja auch die Hautentnahmestelle wieder verschließen muss. Zum Beispiel kann man einen Defekt auf der Nase, der sich sonst nicht verschließen ließe, mit einem Vollhauttransplantat decken, das hinter dem Ohr, wo die Haut dehnbarer ist, herausgeschnitten wurde. Diese Technik kommt aber für Patienten mit kongenitalen Nävi so gut wie nie in Frage. Bei ihnen kommendagegen manchmal so genannte Spalthauttransplantate zum Einsatz. Dabei wird mit einer Maschine, dem Dermatom, die obere Schicht von gesunder Haut abgetragen. Diese dünne Hautschicht kann nun auf relativ große Wunden gelegt werden, um dort anzuwachsen. Die Entnahmestelle heilt meistens sehr gut ab, auch wenn sich oft nicht vermeiden lässt, dass ein Farbunterschied zur umgebenden Haut zurückbleibt. Das Spalthauttransplantat ist weniger belastungsfähig als normale Haut; es enthält keine Haare, keine Schweiß- und Talgdrüsen und unterscheidet sich auch nach dem Anwachsen in der Struktur deutlich von der umgebenden Haut, bisweilen erscheint es wegen seiner geringeren Dicke gegenüber der Umgebung eingesunken. Wird Spalthaut verwendet, um eine Wunde nach Exzision eines kongenitalen Nävus zu verschließen, ist das kosmetische Ergebnis daher oft ein Kompromiss. Zudem kann ein Verschluss mit Spalthaut nicht an allen Stellen vorgenommen werden. Bei Stellen mit besonderer mechanischer Belastung (z.B. auf Höhe des Gürtels oder an Gelenken) z.B. kann das Hauttransplantat leicht einreißen oder die Beweglichkeit einschränken.

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Welche Vor- und Nachteile hat im Reagenzglas angezüchtete Haut?
Hautzellen können im Reagenzglas als so genannte epitheliale Autografts angezüchtet werden. Diese verwendet man vor allem bei Verbrennungsopfern, wo man nur noch wenig normale Haut findet, die nicht zum Verschluss aller Wunden ausreichen würde. Die Anwendung von Autografts ist noch problematischer als die von Hauttransplantaten, erfordert lange Krankenhausaufenthalte, bis die Haut eingeheilt ist, und noch mehr als die Hauttransplantate neigen Autografts zu Schrumpfungen, Brüchig- und Rissigkeit und Infektionen. Bei einigen Patienten mit großen Nävi wurden Autografts angewandt, wobei die Ergebnisse zum Teil zufriedenstellend waren. Möglicherweise wird aber durch eine Weiterentwicklung dieser Technik in Zukunft ein wesentlich verbesserter Verschluss großer Wundflächen möglich sein.

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Was versteht man unter Dermabrasion und Kürettage?
Die Dermabrasion ist eine meistens in Vollnarkose durchgeführte Abtragung der Haut mit einer hochtourig rotierenden Diamant-Fräse. Es wird nur die oberste Hautschicht (Epidermis) und die direkt darunter gelegene Bindegewebsschicht abgetragen. Diese Schichten enthalten einen großen Teil der pigmentbildenden Zellen. Gerade bei größeren kongenitalen Nävi sitzen weitere Nävuszellen häufig sehr tief in der Haut. Diese bilden jedoch kaum Pigment und sind daher kosmetisch wenig auffällig. Oft kann man daher durch die Dermabrasion eine bleibende Aufhellung des Nävus erreichen. Allerdings besteht immer die Möglichkeit, dass sich Pigment zurückbildet (Repigmentierung) und es erneut zu einer, meistens etwas ungleichmäßigen, Braunfärbung kommt. Auch wenn durch die Dermabrasion bereits ein beträchtlicher Teil der Nävuszellen entfernt wird, verbleibt außerdem ein gewisses Risiko, dass die verbliebenen Nävuszellen später entarten. Nicht beeinflusst wird ein eventueller überschießender Haarwuchs innerhalb des Nävus. Obwohl es sich bei der Dermabrasion um eine relativ oberflächliche Behandlungsmethode handelt, besteht das Risiko der Narbenbildung. Die Anwendung auf der Kopfhaut kann selten dazu führen, dass in dem behandelten Areal keine Haare mehr wachsen. Eine Dermabrasion ist mit gewissen Blutverlusten verbunden, die in seltenen Fällen sogar eine Bluttransfusion notwendig machen kann. Schließlich muss auch das bei sehr jungen Säuglingen erhöhte Risiko für Narkosezwischenfälle bedacht werden. Eine Dermabrasion ist besonders für Nävi zu erwägen, die aufgrund ihrer Größe nicht ohne erheblichen Aufwand operiert werden können. Im Gesicht können dies bereits Nävi zwischen 5 und 10 cm Durchmesser sein. Die Behandlung sollte möglichst bereits in den ersten Lebenswochen durchgeführt werden, da in diesem Alter die langfristig besten kosmetischen Ergebnisse zu erwarten sind (bessere Wundheilung, weniger Narbenbildung, geringere Repigmentierung). Die Durchführung erfordert große Erfahrung und sollte daher an spezialisierten Zentren durchgeführt werden (s. Kliniken).

Eine Kürettage ist die Abtragung der obersten Hautschichten mit einem anderen chirurgischen Instrument, der Kürette, einer Art rundem Skalpell. Bei Neugeborenen besteht noch ein relativ „zerbrechlicher Spalt, eine Art Sollbruchstelle, innerhalb der obersten Bindegewebsschicht der Haut. Die Schichten oberhalb dieses Spaltes lassen sich bei entsprechender Erfahrung einigermaßen sauber ablösen. Hierdurch kann man mittels Kürettage relativ viele Nävuszellen entfernen und hat wegen der Regenerationsfähigkeit der Säuglingshaut auch bei größeren Wundflächen eine recht gute Wundheilung. Die Kürettage wird seit einigen Jahren von einer belgischen Klinik (de Raeve und Mitarbeiter) als Behandlungsmethode für große kongenitale Nävi propagiert und weist nach Publikationen dieser Gruppe gute Resultate auf.

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Kann man eine Laserbehandlung durchführen?
Den Dermatologen stehen unterschiedliche Lasersysteme zur Verfügung, von denen einige z.B. dafür geeignet sind, in der Haut gelegenes Pigment selektiv zu zerstören (z.B. Neodym-YAG Laser bzw. Alexandrit-Laser). Daneben gibt es bestimmte Laser, die eher wie ein sehr feines Skalpell funktionieren, mit dem man die Nävushaut schichtweise abtragen kann (CO2-Laser). Für die Wirksamkeit dieser letzteren Behandlung gilt Ähnliches wie für die Dermabrasion. Auch hierbei kommt es teilweise zu einem Wiederkehren der Farbe (Repigmentierung). Eine vollständige Entfernung des Pigmentfleckes wird nur selten erreicht, oft aber eine Aufhellung (August et al., Laser_CMN, BJD 2011). Laserbehandlung kann schmerzhaft sein und muss in örtlicher Betäubung erfolgen, meist in mehreren Sitzungen. Narbenbildung kommt in seltenen Fällen vor. Zurzeit kann eine Laserbehandlung von kongenitalen Nävi noch nicht allgemein empfohlen werden, die Behandlung stellt aber vor allem für kleinere Nävi manchmal eine sinnvolle Alternative dar. Häufig macht man oft erst eine Probelaserung, um zu schauen, ob der Laser tatsächlich zum Abblassen des Nävus führt. Schließlich lassen sich mit einigen Lasersystemen auch Haare von der Nävushaut entfernen (Epilation).

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Helfen Peelingbehandlungen?
Beim Peeling mit chemischen Substanzen werden die obersten Hautschichten entfernt, was gerade bei Kindern dafür sorgt, dass die Nävi heller werden können. Aber auch hier bleiben die Nävuszellen zurück, die durch die Reizung leichter entarten können. Zudem führen die Substanzen oft zu einer Hautreizung mit starker Rötung, die sich nur langsam zurückbildet.

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Was sind Hautexpander?
Hautexpander sind mit Flüssigkeit gefüllte Plastikblasen, die unter die normale Haut eingepflanzt werden. Über mehrere Wochen oder Monate wird die Blase immer mehr gefüllt, was dazu führt, dass die Haut sich ausdehnt. Wenn genug überschüssige Haut vorhanden ist, kann ein kongenitaler Nävus ausgeschnitten werden und die Wunde mit der zusätzlichen Haut verschlossen werden. Da es sich um die komplette Haut mit Haaren, Schweiß- und Talgdrüsen sowie Fettgewebe handelt, sind die Ergebnisse vom kosmetischen Standpunkt her zufriedenstellender als z.B. Hauttransplantate. Hautexpander eignen sich für mittelgroße und große Nävi, zum Teil auch für Riesennävi. Insbesondere Nävi an Kopfhaut, Stirn und Rumpf können so gut entfernt werden. Bei all diesen Vorteilen haben Hautexpander auch einige Nachteile.  Zum Einen ist die Methode sehr aufwändig, erfordert eine engmaschige ärztliche Kontrolle sowie mehrere Eingriffe in Narkose; gerade bei Kindern ist es schwierig, sie für diese lange Zeit an den Hautexpander zu gewöhnen. Zum Anderen stellt der Hautexpander einen Fremdkörper dar und dementsprechend können sich Infektionen entwickeln. Expanderchirurgie hat sich aber bei kongenitalen Nävi in spezialisierten Zentren zum Teil bereits zu einer Routinemethode entwickelt (Arneja-Gosain 2009).

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Gibt es Nävi, die zu groß zum Entfernen sind?
Ja, denn ab einer gewissen Größe steht nicht mehr genug normale Haut zur Verfügung, um die Wunden zu verschließen. Auch Hautexpander stoßen hier an ihre Grenzen. Der Einsatz von Spalthauttransplantaten oder Autografts ist sogar noch schwieriger, da sie zu narbigen Verziehungen neigen. Es gibt Personen, bei denen 80% der Körperoberfläche von einem Nävus bedeckt werden. Sie entscheiden sich in einigen Fällen für eine Entfernung kosmetisch besonders störender Anteile des Nävus, zum Teil aber auch gegen eine Operation.

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Welche Therapiemöglichkeiten gibt es für einen Gesichtsnävus?
Gesichtsnävi stellen ein besonderes Problem dar. Denn obwohl die befallene Haut nur eine relativ kleine Fläche einnimmt, ist sie im Alltag immer sichtbar, im Unterschied z.B. zu einem Badeanzugnävus, der zum großen Teil von der Kleidung bedeckt ist. Auch wenn Gesichtsnävi nur sehr selten entarten, entschließen sich viele Eltern zu einer Behandlung. Dabei gilt, was hier für alle Therapieverfahren gesagt wurde: Exzisionen führen zu Narben, die gelegentlich das kosmetische Erscheinungsbild sogar verschlechtern, insbesondere wenn sie zu Verziehungen der Gesichtsproportionen oder einer Beeinträchtigung der Mimik führen. Zudem sind oft Strukturen mitbefallen, die vom operativen Standpunkt aus relativ kompliziert sind, wie z.B. Augenlider, Nase oder Ohren. In der Regel wird aber mit einer mehrzeitigen Operation eine deutliche Verbesserung zu erreichen sein. Bei Neugeborenen und Säuglingen kann man außerdem mit Dermabrasion oder Kürettage versuchen, ein kosmetisch zufrieden stellendesErgebnis zu erzielen.

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…für einen Kopfhautnävus?
Kopfhautnävi können vor allem durch die veränderte Haarstruktur auffallen, während der Nävus selbst unter den Haaren verborgen bleibt. Dies macht es schwerer, Veränderungen des Nävus zu entdecken. Andererseits kann die Struktur des Nävus beim Haarewaschen getastet und das Aussehen durch einen Familienangehörigen beobachtet werden. Zu bedenken ist bei Kopfhautnävi ferner, dass eine Entartung nur sehr selten vorkommt. Bei einer Exzision gibt es das Risiko, dass sich Narben bilden, auf denen dann keine Haare mehr wachsen. Auch am Kopf haben sich zum Teil Hautexpander als hilfreich erwiesen, auch wenn das Tragen des Hautexpanders dann zwischenzeitig zu einer stark veränderten Kopfform führt.

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…für einen Nävus im Genital- oder Analbereich?
In diesem Bereich sind Nävi sehr schwer zu operieren, und werden oft besser dort belassen. Die Haut dort ist sehr empfindlich und durch eine Narbenbildung kann es später z.B. zu Problemen beim Stuhlgang oder beim Geschlechtsverkehr kommen. In jedem Einzelfall ist es aber sinnvoll, eine gezielte Stellungnahme eines erfahrenen Dermatochirurgen oder plastischen Chirurgen einzuholen.

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…für einen Nävus am Arm oder am Bein?
Kongenitale Nävi an den Armen und an den Beinen sind etwas seltener, insbesondere solche an den Händen oder Füßen. Allerdings tragen Nävi an den Händen ähnliche Probleme mit sich wie Nävi im Gesicht auch sie sind immer sichtbar und eine Entfernung aus kosmetischen Gründen wird oft gewünscht. Die operativen Möglichkeiten sollten dann mit dem Hautarzt besprochen werden.

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